Adele in Schottland

Recht spontan war unser Trip nach Schottland. Anlass war die Hochzeit von Peter, einem schottischen Extremskifahrer und gutem Freund von uns.


Letztes Jahr haben wir drei Wochen in Peters Haus gewohnt und einen Seastack bestiegen, einige Bikeparks erkundet und eben Dinge gemacht die wir sonst so tun. Dieses Mal mussten wir aus Zeitgründen mit dem Flieger die Strecke Richtung Norden bewältigen und haben drum die Räder zurückgelassen. 


Also war der Plan, dass wir uns einige Tage dem guten alten Hiking widmen.


In Schottland ist der April wie in Deutschland nur ein bisschen härter. Der April macht dort also ebenso was er will. Und er will: Wind, kalt, Schnee, Sonne und Schnee. Was aber recht egal ist. Denn, wenn du frierst und der Wind dir um die Ohren pfeift, kannst du dich freuen, denn in 15min scheint mit Sicherheit wieder die Sonne. 


Der Cairngorm National Park war unser erster Stop. Hier haben wir zwei Tage mit langen Wanderungen durch eine karge aber schöne Landschaft verbracht. Mit den Leichten Hügeln und den gewundenen Bäumen auf einsamer Weite hat es ein bisschen was von Afrika. Allerdings in teils, super kalt. Einheimische haben uns erklärt, dass sie die Alpen sehr wohl kennen und dass die Alpen ja das Gebiet seien in dem viele Leute üben, bevor sie nach Schottland zum Bergsteigen kommen. 

Ein wenig wahres steckt wahrhaftig hinter dieser Aussage. Schaut man sich Schottische Beschreibungen von Wanderungen in den Cairngorms an, wird eine Tour als recht einfach beschrieben, da man ja nur zwei Eisäxte und Steigeisen braucht, aber gewiss kein Seil. Ich mag diese Einstellung. Auffällig ist auch, dass bei fast jeder Skitour die wir mit Freunden von der Großen Insel unternommen haben immer eine Eispickel am Rucksack befestigt ist. Der gehört dort wohl zur Grundausrüstung. 

 

Unsere nächste Etappe führte nach Inverness und am Morgen der Hochzeit zum Lochness, dem wohl bekanntesten See der Welt. Vielleicht ist der Wolfgangsee bekannter. Bin mir nicht ganz sicher. Da steht immerhin das weiße Rössl. Auf alle Fälle gibts hier Nessie Schnitzer und viel See. Die Schotten lieben ihr Märchen, wie alle Anderen auch. 


Die Hochzeit war  nochmals 45min nördlich von Inverness. Da es eine schottische Hochzeit am Meer war, gehört natürlich viel Wind und Kälte dazu. Die meisten hatten dank einem Kilt noch mehr zu frieren als wir, drum darf man nicht meckern. Die Tische waren nach wichtigen Orten im Leben des Brautpaares benannt. Wir saßen am Bolsterlang Tisch. Wer Bolsterlang nicht kennt, war noch nie richtig Skifahren. 

Die Nacht verbracht, haben wir sehr Stilecht in einer kleinen Steinhütte direkt am Meer. Die schottische Variante zu einer Berghütte. In der früh hat uns, passend dazu, ein Schweizer Freund von Peter lecker Käsefondue zubereitet und wir hatten feinstes Frühstück am Meer. 


Die letzten zwei Tage ging es an die noch menschenleerere West Küste, Richtung Isle of Sky. Hier haben waren wir noch in ein ein schottisches Landhaus zu Speis und Trank geladen und sind mit den Hausgummistiefeln auf eine Moorwanderung losgezogen. 


Fazit: Man kann in Schottland definitiv Wandern und beim Nächsten mal kommen wieder die Räder mit. 



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