Saisonabschluss am Nebelhorn

Bilder:Konstantin Kandler

 

Wenn die besten Tage die Letzten sind. Der Saison nicht des Lebens.

 

Unerwartet hat sich viel Schnee nach Ostern in den Alpen abgesetzt. 

 

Wir waren heute mit Konstantin und Iris das Nebelhorn erkunden. Ich gehe immer gern mit sehr guten Skifahrern in meine mir heimischen Gebiete und lasse mir den Berg von einer neuen Seite zeigen. Normalerweise habe ich einen schottischen Freund, der im Winter öfters in den Alpen ist, der einen ganz neuen Blickwinkel mitbringt und neue Abfahrten am Berg entdeckt. Heute waren es zwei Freunde, die überwiegend in den Tiroler Bergen zu Hause sind. Sie haben mir neue Seiten am Nebelhorn gezeigt.

Unteranderem sind wir am Kamm zum Grünen Hang auf die andere Seite abgebogen und über eine offene Flanke in ein Seitental eingebogen. Dort hatten wir traumhaften, von der Sonne verschonten Schnee, komplett über eine lange weite Abfahrt. Ein Andermal hat sich durch ein hoffnungsvollen Blick auf ein großes weißes, kaum verspurtes Feld, der Weg zu einem kleinen Wagnis aufgetan. Diese Abfahrt haben wir damals, mit Zwanzig, als zu riskant und deshalb unattraktiv abgetan und haben es seither nicht mehr in Betracht gezogen. Doch das rührte viel von meiner damaligen Unerfahrenheit her. Damals war es somit auch die absolut richtige Einstellung die Finger, bzw. die Ski von diesem Hang zu lassen.

Aber irgendwann ist der Tag da, Dinge nochmals neu zu überdenken und anzugehen. Klar gab es zwei Stellen an denen man zügig queren musste, aber erfahrene Skifahrer können auch einschätzen wann etwas gut machbar ist und das passende Fenster für die Variante sich öffnet. Resultat war eine teils traumhafte Abfahrt und ich habe eine Variante abgehakt, die ich unterbewusst schon lange fahren wollte.  Den verlorenen Ski und den sehr steinigen kurzen Abschnitt zwischendurch erwähne ich jetzt mal lieber nicht genauer. 

 

Auf alle Fälle ist frischer Schnee in den letzten Tagen unserer Skisaison traumhaft, um in den Sommer zu starten. 

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