Fahrradtragen Obervinschgau

Wir haben zwei Klassiker im Obervinschgau abgehakt. Den einen kennen mittlerweile sehr viele, der andere ist noch deutlich ruhiger. 

Der bekannte Trail ist der Goldseetrail. Ein ewig langer Trail mit einigen Gegenanstiegen im unteren Teil. Wir haben ein kleines Add-On dazu gepackt, sind in der Mitte abgebogen und haben dadurch eine super schöne Tour draus gebastelt. Der zweite Trail startet an der Göflaner Scharte und führt flowig endlose Höhenmeter ins Tal hinab. 

Der Goldseetrail ist mittlerweile Standard im Obervinschgau. Bis jetzt waren wir allerdings eher im Frühjahr und im Herbst im Vinschgau unterwegs und es lag immer zu viel Schnee um die Tour zu fahren. 

Gemütlich wie wir sind, haben wir ein Shuttle bis zum Stilfserjoch genommen. Die erste Hälfte trifft man immer wieder die gleichen Nasen, die mit einem der drei Shuttles hochgetreten sind und es entsteht ein nettes "Zusammen den Berg abfahren".

Kurz vor der oberen Stiflser Alm, sind wir allerdings abgezweigt, haben unser Rad auf den Rücken geladen und sind in zwei Stunden auf den Chavalatsch gewandert. Wir kommen aus dem Allgäu, meist gehen die Berge gerade in Kammnähe steil bergab, aber nicht so im Vinschgau. Die scheinen die Berge flacher gebaut zu haben. Der Trail startet super entspannt und wird immer schmäler. Das Kartenmaterial ist nicht all zu genau, es gibt wohl auch mehrere Varianten, wir sind rechts neben dem Grat einem flowigen Pfad gefolgt, der uns bis zur Glurnser Alm führte. Ab hier folgt man wieder dem Normalweg. Mit dem Add-On Chavalatsch eine kräftezehrende großartige Tour. 

Etwas entkräftet von den vorherigen Tagen stiegen wir diesmal in den öffentlichen Bus Richtung Martelltal ein. Unsere Räder bauten wir ein wenig auseinander und verstauten sie unten im Kofferraum. Wir fuhren bis zur Endhaltestelle Martelldorf und ab dort hies es treten. Anfangs locker, später etwas steiler geht es 900hm nach oben zu einer großen Lawinenverbauung. Ab hier darf getragen werden. Kurzweilige 300hm geht es nach oben. Oben erwartet einen ein beeindruckender Blick und ein Trail am Bergrücken entlang. Wieder super schön zu fahren. Nach einigen Höhenmetern erreichten wir die Baumgrenze und der Trail wird ein wenig verblockter. Aber immer noch sehr schön zu fahren, mit technisch etwas kniffeligen Passagen. Hier kann man sich dann entscheiden, ob man Richtung Haselhof (Holy Hansen) oder Morterer Leger fahren möchte. Die Entscheidung fiel uns leicht - am Haselhof gibt es riesige Portionen an traditionellen Gerichten und danach startet der bekannte Holy Hansen Trail. Unten angekommen tritt man nochmals kurz hoch und zweigt auf den ausgeschilderten Aigentrail ab.

Insgesamt eine super schöne Mischung aus natürlichem Trail mit Panorama und Gipfelfeeling im oberen Teil und flowigen angelegten Stecken in der zweiten Hälfte.