5 vor 12 / Freitag Nachmittag auf Skitour

Freitag, kurz vor zwölf, die Sonne brennt vom Himmel, Neuschnee ist auch gefallen, jetzt hat das Atelier für die Woche genug von mir gesehen.

 

Voller Elan starten wir in eine Skitour, die Erwartungshaltung ist nicht anspruchsvoll. Ich möchte oben in der Sonne liegen, eine Art gut gelauntes Picknick machen und hätte dann, wenn möglich überwiegend unverspurten Schnee zum Abfahren. 

 

Bekommen haben wir immerhin ein bisschen von meinen Erwartungen. Als wir wieder unten im Tal ankamen kam die Sonne raus. Der Schnee war wirklich bis auf die letzten 50 Höhenmeter ohne verharschten Deckel und überwiegend unverspurt . Also für so ein bisschen Neuschnee ganz schön der Hammer.

 

 


Was nicht so ganz funktioniert hat war das Picknick am Gipfel. Die Sonne wurde immer wieder aufs Neue von dicken Wolken verdeckt. Die gefühlte Temperatur wurde durch den Wind nochmals deutlich kälter, und es war definitiv nicht mehr so warm wie die letzten Tage. Uns frieren regelrecht die Finger ab. Jeder beeilt sich ohne viele Worte zu verlieren seinen Felle abzuziehen und sich abfahrbereit zu machen. Mir friert beim Fotografieren der Zeigefinger komplett ein. Nachdem wir uns gegenseitig geholfen haben die Helme zu schließen, fahren wir zügig los. Warum mussten wir uns dabei helfen? Der kleine Verschluss versteckt sich unterm Kinn und ist nur zu ertasten und nicht zu Gesicht zu bekommen und Dank eingefrorener Finger ist tasten eine schier unlösbare Aufgabe. Mit gegenseitig ist eigentlich nur die Lisa gemeint, die diese unlösbare Aufgabe outgesourct hat.


Wie merkt man, dass man sich die kalten Finger nicht nur eingebildet hat? Beim Auftauen nach den ersten 200hm schmerzt jeder einzelne Finger, als hätte man eine Woche durchgehend beim Bouldern verbracht. :) 

 

Fazit. Herrliche Skitour. Wer braucht schon einen sonnigen Gipfel, wenn die Sonne im Tal auf einen wartet.