Produktion in Portugal

Wir erweitern unseren Horizont.

 

Wir sind gerade dabei ein wenig in die Zukunft zu blicken. Und sind dafür nach Portugal gereist.

 

Portugal ist sehr spezialisiert in seiner Textilproduktion.

Es gibt nicht eine Näherei für alle Textilien, sondern jede Näherei hat sich auf einen Bereich eingeschossen.

Grob unterteilt kann man sagen, es gibt Nähereien für gestrickte elastische Kleidung und  für gewebte nicht elastische Stoffe.

Zudem werden die Bereiche Denim und der komplette Bereich Funktionstextilien meist nur von spezielle Firmen angeboten.

Möchte man eine Jeans nähen, braucht man besonders leistungsstarke Nähmaschinen mit größeren Motoren. Und für Funktionsbekleidung sind Maschinen gefragt die Nähte schweißen und verkleben können.  

 

Wir haben uns vorab informiert, welche die wirklich besten und professionellsten Firmen sind und einige Besuche vereinbart. Unser Ziel war einerseits einen Eindruck von den Firmen zu bekommen und vor allem auch einen Eindruck von uns vor Ort zu lassen.

 

Alle Hersteller, die wir besucht haben sind sehr professionell. Besonders aufgefallen ist uns der Hersteller für Funktionsbekleidung. Hier waren wir zu Beginn schon fast ein wenig eingeschüchtert. Wir parken auf dem Besucherparkplatz vor einem nagelneuen Gebäude. Die Fassade ist eine coole Mischung aus Holz und Metall, mit beeindruckender Architektur. Am Eingang empfängt uns ein schicke Empfangsdame und führt uns in den Hochglanz Showroom. Empfangen werden wir von einem der Teilhaber der Firma. Er ist einer von drei Brüdern, welche die Firma von ihrem Vater übernommen haben. Er ist für den administrativen Teil zuständig, ein anderer der Brüder kümmert sich um die Produktion und ein Dritter um das Wohl aller.  Er ist stiller Teilhaber und Arzt und wohl jeden zweiten Tag zu Besuch, um sehen ob alle froh und munter sind. Also ein bisschen Smalltalk und unsere Kontaktperson erscheint. Ebenfalls im Kostüm und sehr fesch. Und eben sehr professionell. Ich war gleich ein gutes Stück beeindruckt. So beeindruckt, dass ich erstmal zur Sicherheit erwähnt habe, dass wir eventuell noch ein wenig zu klein sind um mit ihnen zusammen zu arbeiten und dieses Gespräch vielleicht mal vorbeugend für in zwei Jahren führen.

 

Aber unser Gegenüber lächelte nur ein bisschen und meinte, ob wir vielleicht gleich zu den Mindestmengen kommen sollen, um uns ein wenig den Druck von den Schultern zu nehmen. Danach war klar, die Mindestmengen sind zwar unser aktuelles Maximum aber erfüllbar. Darauf folgt ein zwei Stunden Meeting mit Firmenführung. Und es sei gesagt, in dieser Firma gibt es alle tollen Nähmaschinen um jegliche Technik vom Nähen, übers Schweißen bis zum Kleben von Nähten umzusetzen. Das mag vielleicht nicht jeder verstehen, aber mir geht bei sowas das Herz auf.  

 

Einen ganzen Schritt weiter sind wir bei dem Projekt Jeans. Wir haben die letzten drei Monate die Prototypen ausgearbeitet und Ende November wird unsere erste Adele Bio-Jeans zu haben sein. Für den Start wird es 300 Stück geben.   

 

Wir freuen uns jetzt auf weitere Ausflüge nach Portugal und beim nächsten Mal hoffentlich ohne Dauerregen.