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Holy Shit Shopping --- Stuttgart + Hamburg

Holy Shit Shopping --- Stuttgart + Hamburg

 

Zwei Veranstaltungen stehen noch bis Weihnachten vor der Tür. Adele Bergzauber kommt, wie die letzten Jahre auch schon, nach Stuttgart ins Römerkastel. Neu ist dieses Jahr, dass wir uns in den outdoorbegeisterten Norden aufmachen.

 

 

Stuttgart 02. + 03. Dezember PHOENIXHALLE

 

Hamburg 09. + 10. Dezember HAMBURG MESSE

Bio-Baumwoll-Gewebe made in Germany

Ich war letzte Woche auf dem Weg in unsere Näherei in Polen und habe noch einen spontanen Abstecher zu unserem Stoffhersteller eingelegt. Dieser sitzt südlich von Dresden in einer schönen ländlichen Hügellandschaft. 

Dort lassen wir die Bio-Baumwoll Stoffe für unsere langen Multisporthosen weben und färben.

Es sind zwei sehr unterschiedliche Werkshallen, die jeweils auf gegenüberliegenden Straßenseiten stehen und eine komplett andere Welt darstellen. 

Die Weberei ist ein sehr handwerklicher Betrieb. Das warme und trockene Klima der Werkshallen hat mich an eine Schreinerei erinnert. Vielleicht weil hier millimetergenau gearbeitet wird und behutsame Webmeister am Arbeiten sind. Hunderte von Fäden werden auf große Spulen aufgenommen und in Webstühle eingespannt. Ein Webstuhl hebt immer wieder einen Teil der Fäden an und einen anderen Teil senkt er ab. Dies macht er um für den Schussfaden Platz zu machen. Der Schussfaden ist ebenfalls ein ganz normaler Faden, der mit Luftdruck zwischen den angehobenen und abgesenkten Fäden durchgeschossen wird. Das geht unglaublich schnell und exakt und ist für das Auge kaum wahr zu nehmen. Die Fäden sind noch nicht gefärbt und am Ende kommt der rohe naturweisse Stoff aus dem Webstuhl hervor.

Die Färberei ist eine andere Welt. Hier ist es eher kalt und eine Feuchte liegt in der Luft. Hier werden riesige Stoffrollen, mit mehreren hundert Metern gewaschen, gefärbt und getrocknet. Die Stoffbahnen laufen durch riesige Waschstraßen und Färbebecken. Sie werden anschließend über mehrere heiße Rollen geleitet und so auf den Punkt getrocknet. Am Ende wird jeder Stoff Meter für Meter geprüft und in Stoffrollen um die 50 Meter aufgeteilt. Das ist dann der Rohstoff für unsere Hosen, ein Bio-Baumwoll-Gewebe made in Germany. 

Der erste Schnee

Die ersten Skitouren werden machbar.

Wir suchen uns immer die schönsten und längsten Grashänge um in den Winter zu starten. Wir nehmen nicht den neusten Ski, um in die ersten Tage zu starten, sondern einen bei welchem einem nicht die Seele blutet, wenn er einen Schlag abbekommt. Natürlich startet man auch nicht mit seiner besten Performance ins Jahr. Allerdings waren wir heute gut dabei und haben eine saubere Traumabfahrt hingelegt.  

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Aktiv im Allgäu

Wir haben ein super sympathischen Artikel im aktuellen Heft der Zeitschrift Aktiv im Allgäu.

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Bilder aus der Stickerei

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Erste Skitour im Allgäu 2017

Jedes Jahr um den 23. Oktober rum können wir unsere erste Skitour des Jahres auf dem Riedbergerhorn starten. Dieses Jahr zum ersten Mal als Nachtversion.

Fahrradtragen Obervinschgau

Wir haben zwei Klassiker im Obervinschgau abgehakt. Den einen kennen mittlerweile sehr viele, der andere ist noch deutlich ruhiger. 

Der bekannte Trail ist der Goldseetrail. Ein ewig langer Trail mit einigen Gegenanstiegen im unteren Teil. Wir haben ein kleines Add-On dazu gepackt, sind in der Mitte abgebogen und haben dadurch eine super schöne Tour draus gebastelt. Der zweite Trail startet an der Göflaner Scharte und führt flowig endlose Höhenmeter ins Tal hinab. 

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3. Veneziaspitze

Ausgleichsprogramm muss auch mal sein.

 

Wir sind vom Martelltal aus in ein paar kurzweiligen Stunden auf die 3. Veneziaspitze hinauf. Oben angekommen wechselte das Wetter von sonnig auf Gewitter und wir haben einen schnellen Rückzug hingelegt.

 

Auf dem Weg nach unten haben wir noch Paolo mit ins Team aufgenommen, er war sich mit seiner Abstiegsroute nicht sicher, und so wurden wir kurzerhand eine Dreierseilschaft. Wenn auch ohne Seil.

 

Am Einstieg zum Gletscher hat Hagel eingesetzt und das Gewitter kam immer näher, drum haben wir uns für einen schnellen Abstieg ohne Seil entschieden.

 

Weißbier gab es dann auf der Zufallhütte wieder mit Sonnenschein.

Mountainbiken in Georgien

Bilder:Lisa Prechtl & Rene Sendlhofer Schag

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Gratklassiker Salbit Südgrat


Ganz zufällig bin ich über einen Artikel übers Granitklettern in der Schweiz gestoßen. In der Überschrift stand irgendwas von Granitklassikern. Erstmal habe ich das gar nicht so recht beachtet, aber der Begriff Granitklettern hat mein Interesse geweckt. Ziemlich schnell war mein Handy gezückt und ein Termin mit Marina vereinbart um in die Schweiz zum Granitklettern zu fahren. Ich hatte das Salbit Gebiet gewählt, mehr durch Zufall da wir im Winter dort schon zum Skitouren unterwegs waren. Im Nachhinein wurde uns dann erst klar, dass wir einen der großen Klassiker geklettert sind - den Salbitschijen Südgrat.

 

Da alles recht spontan war, war die Hütte natürlich ausgebucht. War uns aber ganz recht, so kamen wir auf die Idee im Salbit Biwak zu übernachten. Ausgerüstet mit Essen für zwei Nächte und der nötgen Biwakausrüstung falls auch das Biwak überlastet sein sollte, zogen wir Freitag Nachmittag los. Schon der Wanderweg zur Salbithütte, die Blicke auf den Südgrat und dann die relativ neu gebaute Hängebrücke auf dem Weg zum Biwak waren die weite Autofahrt wert. Im Biwak trafen wir nur auf zwei zurückgelassene Rucksäcke - die zugehörigen Iren kamen erst um 11 Uhr Nachts vom Westgrat zurück. Da sitzt man dann und hofft, dass die Rucksackbesitzer wohlbehalten wieder auftauchen.

 

Wir selbst hatten beschlossen, lieber den Horden an Kletterern, die wir am Südgrat erwarteten, hinterherzuklettern, als mittendrin zu sein. Deswegen hatten wir morgens keinen Stress, was wir aber am Nachmittag fast noch bereuten. Behangen mit Friends und Keilen wie Weihnachtsbäume stiegen wir in den Südgrat ein. Teilweise waren wir froh, soviel Material dabei zu haben. An manchen Stellen gab es genug Bolts. An jenen Stellen, an denen man selbst gut absichern kann, waren Bolts eher rar gesät.

Der Grat lag frei vor uns, erst weiter oben bei der Schlüßelstelle schlossen wir zu anderen Kletterern auf. Die Kletterei selbst war abwechslungsreich und für mich als Granit-Neuling sowas von ungewohnt - Rissklettern, Füße in Rissen verklemmen, Piazen, Auf Reibung stehen - das volle Programm.

Auf dem Zwillingsturmgipfel legten wir recht unbedarft eine Pause ein, genossen die Aussicht und die Sonne - nur um eine Viertelstunde später zusammen zu zucken, da ein erstes Donnergrollen zu hören war. Das Gewitter hatte sich wohl von hinten angeschlichen, immer schön versteckt hinter dem Salbitgipfel. Vorerst schien es noch weiter weg, doch wir versuchten trotzdem Tempo zu machen. Leichtsinnig stiegen wir nach einer Abbkletter/ Abseilpassage in die ersten Haken ein, die wir sahen. Um so natürlich in der falschen Tour zu landen. Das hies dann erstmal wieder abseilen und die richtige Tour suchen. Schließlich landeten wir gerade noch rechtzeitig beim Ausstieg der Klettertour und beschlossen schleunigst den Rückzug anzutreten. Aus ein bisschen Donnergrollen war ein richtiges Gewitter geworden und wir hatten noch einen langen Abstieg zurück zum Biwak vor uns. Mitten im Abstiegspfad, inmitten eines Couloirs, waren dann die Blitze über uns. Wir schnappten die Klettergurte samt Anhang und ließen alles in der Mitte des Weges liegen - wir selbst versteckten uns unter einem leicht überhängenden Felsen.

Nach mehr als zwei Stunden Rückweg kamen wir triffnass um 9 Uhr Abends wieder ans Biwak. Zwei Reutlinger Jungs, die eigentlich alle Grate an einem Tag machen wollen, waren auch noch eine Nacht da. Sie schafften ihr Unterfangen aufgrund des Gewitters auch nicht, kletterten aber immerhin Ost- und Südgrat und waren vor dem Regen wieder am Biwak. Abends vertratschten wir uns dann und Marina und ich waren irgendwann so müde, dass wir beschlossen am nächsten Tag einfach auszuschlafen - manchmal muss man dann einfach geniessen und mit der Tour zufrieden sein, die man geschafft hat. Am Sonntag waren wir beide tatsächlich einfach zufrieden - frühstückten in der Sonne und beschlossen kurzerhand gemütlich wieder abzusteigen und den besten Kuchen von Göschenen zu essen (ich würde mich fast trauen zu sagen, dass es der beste Kuchen der Schweiz war, zumindest in dem Moment). Kurz spielten wir mit dem Gedanken, noch ein paar der Routen im Klettergarten zu klettern, aber der Südgrat war so beeindruckend gewesen, dass wir es bei dieser Erfahrung belassen haben.

Im Nachhinein betrachtet, tatsächlich ein Klassiker. Und mir wäre es auch ohne das Gewitter Abenteuer genug gewesen.

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